Schimmelpilze

Allergien und andere Wirkungen

Allergie gegen Schimmelpilze


Pilzsporen oder Bruchstücke der Schimmelpilze (Mycelfragmente) können, wenn sie mit dem Körper in Kontakt kommen, allergische Reaktionen auslösen.

Schimmelpilze kommen überall in unserer Umwelt vor. Man kann ihnen praktisch nicht aus dem Weg gehen: Zu Schimmelpilzen gehören sowohl der Pilz, der im Wald wächst, als auch Schimmel auf einer Scheibe Brot, auf Obst und Gemüse, Mehltau oder Stockflecken an Tapeten.

Sensibilisierungen gegen Schimmelpilze sind im Vergleich zu anderen Umweltallergenen aber deutlich geringer.
Die Sensibilisierungshäufigkeit beträgt europaweit zwischen 3% und 10% der Gesamtbevölkerung. (Zum Vergleich: bei felltragenden Haustieren, Gräser- und Baumpollen, Hausstaubmilben beträgt die Sensibilisierungsprävalenz 15-30%).
Sensibilisierungen sind aber nicht gleichzusetzen mit einer klinisch relevanten Allergie, die Beschwerden macht.

Symptome


Meist treten z.B. Augentränen, Naselaufen, behinderte Nasenatmung oder Husten und Atmungsbeschwerden auf.
Die Beschwerden lassen sich in Innenräumen, aber auch im Freien beobachten.
Sie ähneln denen von Allergien gegen Pollen. So denkt man häufig zuerst an eine Pollenallergie.
Die Symptome bei Schimmelpilzallergie entstehen meist durch eingeatmete Sporen aus der Luft.
Möglich sind auch Hautveränderungen, wie Urtikaria.
Zu beachten ist, dass auch Nahrungsmittel schimmelhaltig sein können oder aus schimmelpilzhaltigen Ausgangsprodukten hergestellt wurden sind. Somit kann bei hochgradig allergischen Personen der Genuss zu Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen führen.

Manchmal ist in Innenräumen bereits sichtbarer Schimmelbefall erkennbar. Bei typischen Beschwerden kann das ein Hinweis sein. Auch kann die Feuchtigkeit in Baumaterialien kann erhöht sein oder es liegen bauphysikalisch/bautechnische Auffälligkeiten (z.B. Feuchte- oder Wasserschäden) vor.
Besonders die heute aus energetischen Gründen hermetisch abdichteten Wohnungen sind für einen Schimmelbefall anfällig.
Der Schimmelbefall lässt sich messen. Hierfür sind im Internet z.B. einfache Schimmel-Teste erhältlich.

Diagnostik

Um herauszufinden, ob es sich wirklich um eine Allergie auf Schimmelpize handelt erfolgt durch den Arzt eine

  • spezifische Befragung
  • ein Allergietest (Prick-Test)
  • eine Butuntersuchung
  • eventuell ein Provokationstest.

Schimmel hinter einem Schrank

Schimmel hinter einem Schrank
Schimmel findet man oft an schlecht belüfteten und feuchten Wänden. Zum Beispiel hinter Schränken und in Zimmerecken.
Die Sporen verbreiten sich dann im Zimmer. Meist nimmt man Schimmel auch schon am feucht-beißenden Geruch wahr.

Wie behandelt man eine Allergie gegen Schimmelpilze?


Sie sollten in erster Linie versuchen, die Allergene, bzw. den Kontakt zu den Allergenen zu meiden (Karrenz):

Bei Vorhandensein eines Feuchte-/Schimmelpilzschadens ist die schnelle und sachgerechte Sanierung der befallenen Stellen im Haus notwendig. Die Beseitigung der Ursachen der Feuchtigkeit steht an erster Stelle.
Man sollte sich den Schimmelpilzsporen so wenig wie möglich aussetzen. Das kann auch bedeuten, eventuell umzuziehen, einem anderen Raum zum Schlafen wählen oder den Arbeitsplatz zu wechseln.

Diese Maßnahmen können bereits allergische Symptome wie Juckreiz der Nase, Fließschnupfen, gerötete und juckende Augen, Husten oder allergisches Asthma vermindern.

Mit antiallergischen Medikamenten (Tabletten, Tropfen, Spray) können Sie allergische Symptome vorrübergehend behandeln.

Um die Symptome langfristig zu lindern, ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) die einzige Therapie, die die Ursache der Allergie behandelt.
Gute Erfolge sind durch die subkutane Immuntherapie bei Alternaria alternata und Cladosporium herbarum belegt.

 

vermoderndes Laub

Vermodertes Laub
Vermodertes Laub und nasses altes Holz ist der ideale Nährboden für Schimmel


Tipps bei einer Allergie gegen Schimmelpilze:

Ziel ist es, die Sporenkonzentration zu vermindern und den Kontakt zu Pilzen zu vermeiden. Folgende Maßnahmen sind dafür geeignet:


  • Suchen Sie Ihr häusliches Umfeld nach Schimmelpilzstellen ab: im Bad, hinter Möbeln, Flecken an Wänden. Entfernen sie diese: gründliche Reinigung, Pilzmittel, Austausch der Gegenstände, wie z.B. Möbel, Tapeten, Duschvorhang
    Bei großflächigem Befall ist professionelle Hilfe notwendig. Wenden Sie dich ggf. an Ihre Hausverwaltung.
  • Beachten Sie Stockflecken im Bad (Fliesenfugen), hinter Holzverkleidungen, Schränken
  • Lüften sollte man mehrmals täglich, wobei Sie für Durchzug sorgen sollten.
  • Die Raumtemperatur sollte 18-20 °C und die Luftfeuchtigkeit 40-50% betragen.
  • Rücken Sie Möbel von den Wänden etwas ab, damit dahinter die Luft zirkulieren kann.
  • Richten Sie sich so ein, dass sich möglichst wenig Staub ansammeln kann. Staub mit den Pilzsporen wird durch die Luft aufgewirbelt. (möglichst wenige Möbel und Teppiche, besonders im Schlafzimmer)
  • Lassen Sie Staubwischen und Staubsaugen von nicht allergischen Personen übernehmen oder tragen Sie dabei eine Atemmaske. Verwenden Sie vorzugsweise einen Saugroboter.
  • Schimmelpilze sammeln sich oft an Luftbefeuchter und Klimaanlagen. Verzichten Sie darauf oder reinigen sie diese regelmäßig.

  • Küche und Bad sollten Sie trocken halten. Waschen Sie die Wände um die Fenster herum und in der Nähe von Badewanne und Waschbecken mit pilztötenden Mitteln ab. Reiben Sie den Duschvorhang nach dem Duschen sofort trocken.
  • Auf Topfpflanzen sollten Sie (vor allem im Schlafzimmer) verzichten, da sich auf ihnen leicht Schimmel bilden kann.
  • Essen Sie keine Reste vom Vortag und vermeiden Sie unnötige Lagerzeiten der Lebensmittel. Verzehren Sie diese möglichst frisch.
  • Lassen Sie Küchenabfälle und verschimmelte Lebensmittel nicht offen liegen.
  • Mülleimer sollten häufig entleert und gesäubert werden, da in ihnen eine erhöhte Schimmelpilzgefahr besteht.
  • Bewahren Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank auf und schälen Sie es vor dem Essen.
  • Meiden Sie die Nähe hoher Pflanzen und Büsche, sowie vermoderter Vegetation, vor allem im Frühjahr und Herbst.
  • Trocknen Sie die Wäsche nicht im Freien, da sich hier Schimmelpilzsporen schneller an die Textilien anheften.
  • Bei Gartenarbeit sollten sie nicht zu sehr mit Kompost und abgestorbenen Pflanzen in Verbindung kommen.
  • Lassen Sie Büsche und Bäume nicht zu dicht ans Haus heranwachsen und verzichten Sie auf eine Hausberankung.
  • Waschen Sie Kleidung und Haare nach einem Waldspaziergang oder der Gartenarbeit.

Ernährungsempfehlungen, um die Allergenzufuhr mit der Nahrung zu reduzieren:


Erfahrungsgemäß gibt es Lebensmittel, die von Schimmelpilzallergikern schlechter vertragen werden.
Die hier aufgeführten Lebensmittel sind nicht verboten.
Die für Sie verträglichen Sorten müssen Sie selbst herausfinden.

Dabei bietet es sich an, ein Tagebuch zu führen, in dem man die für sich selbst geeigneten oder nicht geeigneten Lebensmittel vermerkt.

Generell gilt:
  • Lassen Sie die Nahrung so natürlich wie möglich.
  • Bevorzugen Sie selbst hegestellte Produkte.
  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
  • Gedünstetes wird oft besser vertragen als Rohes.
  • Frische Lebensmittel sollten Sie nicht länger als nötig aufbewahren.
  • Lagern Sie Obst und Gemüse gut verpackt im Kühlschrank
  • Verwenden Sie anstatt Essig frischen Zitronensaft oder Essigessenz.
  • Gewürze wie z.B. Pfeffer und Muskatnuss sollte Sie selber mahlen.

Folgende Lebensmitteln werden von vielen Schimmelpilzallergikern nicht immer vertragen:

  • Getränke: alkoholische Getränke wie Bier oder Wein, Tee, Frucht- und Gemüsesäfte
  • Backwaren: Brot und Backmischungen, vor allem sind
  • Vollkornprodukte zu meiden
  • Käse: Schimmelkäse (z.B. Blauschimmelkäse, Brie, Camembert)
  • Gemüse: Gemüse, Sauergemüse, Oliven, Sprossen, Keimlinge
  • Obst. Obst, vor allem Beerenobst und Trauben, Obsterzeugnisse z.B. Konfitüren, Trockenobst
  • Kräuter und Gewürze, Gewürzmischungen, Essig, Sojasoße, Brühwürfel, Hefewürze,
  • Sonstiges: Nüsse, Mandeln, Nougat, Merzipan, Honig, fermentierte, orientalische Lebensmittel, Fertigprodukte und –gerichte, Vitaminpräparate, Olivenöl, Weinessig

Folgende Lebensmittel lösen nur selten Beschwerden aus:

  • Getränke: selbstgepresste Gemüse- und Fruchtsäfte, Mineralwasser, Kaffee
  • Milch und Milchprodukte: Milch, Sahne, Quark, Joghurt ohne Frucht- oder Kräuterzusätze, Schnittkäse, Butter
  • Backwaren. Brötchen und Brot ggf. ohne Backhilfsmittel, Knäckebrot
  • Gemüse: Sorten mit Schale (abschälen!), Kürbis, Kohlrabii, Hülsenfrüchte, Spargel, Spinat, Zuckermais, Gurken,
  • Obst: Zitrusfrüchte, Bananen, Melonen
  • Sonstiges: Eier, Fleisch, Fette und Öle, Tiefkühlobst und –gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln

Schimmelpilze


Es wird davon ausgegangen, dass es über 1 Million Schimmelpilzarten gibt. Bisher sind etwa 350 Arten bekannt, die sensibilisierend beim Menschen sein können. Ob diese dann auch Allergien auslösen, ist meist nicht bekannt.
Nur wenige Schimmelpilze können im Rahmen der Diagnostik getestet werden, da nur wenige Allergen-Testlösungen verfügbar sind.

Pilze ernähren sich von Tier- und Pflanzenresten und bilden mit Milben eine Symbiose.
Wichtig für das Wachstum von Pilzen ist eine hohe Luftfeuchte.
Im Spätsommer, insbesondere in Monaten mit feuchtem Klima und häufigem Wetterwechsel  ist die Sporenbelastung der Luft am höchsten.

Die Innenraumbelastung korreliert mit der Luftfeuchtigkeit, wobei die Sporenkonzentration in Häusern meist geringer als im Freien ist.
Schimmelpilze findet man oft in
Feuchten Kellern
Badezimmern mit schlechter Lüftung,
Tapeten an kalten Wänden,
Fensterrahmen mit häufiger Kondensation
Feuchter Kleidung,
Lebensmitteln
Verschlossenen Sommerhäusern / Bungalows / Schuppen
Blumentöpfen,
Holzverschalungen
Kachelwänden
Matratzen,
Luftbefeuchter

Die häufigsten Schimmelpilzarten sind Alternaria, Aspergillus, Cladosporium, Penicillium und Mucor, Botrytis.
Aspergillus und Penicillium sind in Innenräumen am verbreitesten.
Cladosporium und Alternaria sind die am häufigsten im Freien Vorkommenden.

Der Sporengehalt in der Luft übersteigt den Pollengehalt oft um das 100- bis 1000-fache. Er liegt im Durchschnitt bei 10 000-100 000 Sporen pro Kubikmeter Luft.
In geschlossenen Räumen liegt der Sporengehalt wesentlich höher. So wurden im Hausstaub je Gramm bis zu 3,2 Millionen lebender Pilzsporen gefunden, in landwirtschaftlichen Gebäuden (Scheunen, Heuschober) bis zu 21 Millionen Aspergillussporen in einem Kubikzentimeter.

Pilzwachstum kann praktisch überall nachgewiesen werden: Eine gut wachsende Pilzkultur kann in der Minute bis zu 20 Millionen Sporen in die Luft entlassen.
Die Pilssporen sind im Vergleich mit Pollen (20 bis 100 µm) sehr viel kleiner (1 bis 20 µm). Das bedeutet, dass sie immer in der Luft schweben, auch ohne vom Wind aufgewirbelt zu werden.

Die meisten Pilze benötigen für ihr Wachstum Sauerstoff, Spuren von Kohlenhydraten und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von über 65%.
Aufgrund der klimatischen Bedingungen ist die Belastung mit Pilzsporen im Hochgebirge geringer als im Tiefland.

Allergisch wirksam sind die Sporen der Schimmelpilze. Diese sind praktisch überall vorhanden und ihnen lässt sich nicht ausweichen.

Schimmelpilzallergien werden durch das Einatmen und/oder den Verzehr schimmelpilzhaltiger Produkte ausgelöst (inhalative perenniale Allergene).

Die größte allergische Relevanz hat Alternaria.


feuchter Keller

Feuchte Keller
Feuchte Keller sind Orte, wo auch gern Schimmel wächst. Häufig sind dann die alten Umzugskartons oder alte Bilder verschimmelt.

Weitere Wirkungen durch Schimmelpilze


Neben Allergien können Schimmelpilze auch für andere Erkrankungen verantwortlich sein.

Geruchbelästigungen und Befindlichkeitsstörungen

Häufiger als Allergien sind von Feuchtigkeits- und Schimmelpilzschäden ausgehende Geruchbelästigungen und Befindlichkeitsstörungen, die meist in Innenräumen auftreten. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Gesundheitsgefährdung.

Atemwegsinfekte und Bronchitis

Schimmelpilze können Atemwegsinfekte und Bronchitis begünstigen, zur bronchopulmonalen Aspergillose führen oder an Hautinfektionen beteiligt sein (Mykose).

Auch bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen spielen Schimmelpilzen manchmal eine Rolle (vor allem Alternaria).

Aspergillom

Ein Aspergillom ist die lokalisierte Form einer Aspergillose, es entsteht meist in Höhlen des menschlichen Körpers (z.B. Nasennebenhöhlen, Lunge) durch Ansammlung von Schimmelpilzmyzelen und bildet eine typische kugelige Struktur.

Wer ist gefährdet?

Das Infektionsrisiko, ausgehend von in Innenräumen häufig vorkommenden Schimmelpilzen, ist für gesunde Personen aber gering.
Gefährdet für Infektionen durch Schimmelpilze sind vor allem Menschen unter Immunsuppression, mit Mukoviszidose oder Asthma bronchiale.

Toxine und Vergiftungen

Schimmelpilze, die in der Lage sind, Toxine (Mykotoxine) zu bilden, kommen als Auslöser einer Intoxikation (Vergiftungen) in Betracht.

Mykotoxine kommen in gesundheitlich relevanten Konzentrationen meist nur in Lebensmitteln und Futtermitteln vor, wenn diese durch Schimmelpilze besiedelt wurden.
Die in der Luft von Innenräumen gemessenen Konzentrationen sind zu gering, um eine akut-toxische Wirkung auszulösen.


Toxine der Schimmelpilze: Beispiel Aflatoxin

Aflatoxine stellen eine der stärksten in der Natur vorkommenden Gifte und krebserregenden Stoffe dar.
Sie werden von den Schimmelpilzen Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus als natürliche Stoffwechselprodukte gebildet. Da die Schimmelpilze bevorzugt in warmer und feuchter Umgebung gedeihen, sind besonders Lebensmittel aus tropischen und subtropischen Regionen betroffen wie Erdnüsse, Pistazien, Mandeln, importierte Hasel- und Walnüsse, Paranüsse, Reis, Mais, Weizen, Hirse und Sojabohnen.

Aflatoxine sind farblos und mit bloßem Auge für den Verbraucher nicht zu erkennen. Auch geschmacklich oder am Geruch sind die belasteten Nüsse nicht von unbelasteten zu unterscheiden.
Nüsse mit dunklen Stellen, muffigem oder ranzigem Geruch deuten jedoch auf eine unsachgemäße Lagerung hin und sollten nicht verwendet werden. Ganze Nüsse sind zudem deutlich seltener belastet als gemahlene Ware.

Die Schimmelpilze gelangen sowohl vor der Ernte als auch bei unsachgemäßer, zu feuchter Lagerung in die Lebensmittel. Nach der Verpackung und im Haushalt kommt es in der Regel zu keiner weiteren Aflatoxinbelastung.

Durch das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel wird bereits ein Teil der belasteten Nüsse abgefangen, bevor sie nach Europa importiert werden. Betroffen waren bereits in der Vergangenheit Erdnüssen aus Argentinien, China und Ägypten, Pistazien aus dem Iran, Haselnüsse.

Die zur Zeit der Messungen gültigen Höchstwerte für verzehrfertige Lebensmittel von 2 µg/kg für das Aflatoxin B1 und 4 µg/kg für den Gesamtgehalt an Aflatoxinen wurden jedoch nur von wenigen Proben überschritten. Häufiger sind Überschreitungen in verarbeiteten Produkten mit Nüssen wie dragierten Erdnüssen und Mandeln oder Nusskeksen nachweisbar.
Aktuell sind durch Anpassung an EU-Recht bei verzehrfertigen Mandeln, Haselnüssen, Paranüssen und Pistazien bis zu 10 µg Gesamtaflatoxine pro kg erlaubt.

Die wichtigsten Allergie-auslösenden Schimmelpilze


Alternaria alternata
kommt bevorzugt in Sumpfgebieten, im Wald und in Gärten vor, da er gerne auf verfaulten Pflanzen bzw. auf Laub wächst.
Wächst als Wandschimmel bei hoher Feuchtigkeit, auf Obst und Gemüse. Kommt auch im Laub und auf trockenen Pflanzen und Gräsern vor. Darum Vorsicht beim Rasenmähen.
Sporen kommen in den Monaten Juli und August verstärkt vor: Deshalb Verwechselung mit einer Gräserpollenallergie möglich.
Aspergillus fumigatus
Kommt das ganze Jahr in Blumenerde, Biotonnen, Kompost und feuchten Wohnungen vor. Aspergillus-Arten wachsen gerne auf Baumwollstoffen, aber auch auf Hanf, Jute und Kapok, Polstermöbeln und Schaumstoffmatratzen.
Man findet sie auf Früchten, Gemüse, in Mehl, Heu und Silagefutter, aber auch auf Tierkot (Vogelhaltung!), Holz, Papier und Tapeten, auch im Badezimmer und in allen feuchten Ecken des Hauses (z. B. Keller).
Manche Aspergillus-Arten bilden Stoffwechselprodukte, die für den Menschen sehr giftig sind (Mykotoxine, z. B. Aflatoxin) und können deshalb Lebensmittelvergiftungen verursachen.
Überlebt Temperaturen von 12° bis 56°. Die Sporen sind 3µm groß und damit lungengängig.
Cladosporium herbarum
Cladosporium-Arten sind sehr häufig und kommen bevorzugt in Sumpfgebieten, im Wald und in Gärten vor, da sie gerne auf verfaulten Pflanzen bzw. auf Laub wachsen. Außerdem trifft man sie in Gewächshäusern, in schlecht gereinigten Kühlschränken und Lebensmitteln an.
Die Freisetzung erfolgt überwiegend bei wärmeren Temperaturen.
Sie überstehen Trockenheit gut und werden leicht mit dem Wind verbreitet. Cladosporium herbarum ist die häufigste Pilzart auf abgestorbenen pflanzlichen Materialien
Penicillium notatum
Penicillium-Arten lieben Wärme und Feuchtigkeit.
Penicillium gedeiht auf Obst (vor allem auf Zitrusfrüchten, Äpfeln und Pfirsichen), Brot, Käse, Mehl, Marmeladen und Fruchtsäften.
Darüber hinaus findet man sie in feuchten, dunklen Weinkellern, auf Gartenerde und Laub, aber auch in Badezimmern, auf Wasserrohrleitungen, Gummidichtungen, Fensterbrettern, Tapeten, Matratzen und Polstermöbeln. Wächst auf Lebensmitteln, im Kompost und feuchten Häusern.
Die höchste Sporenkonzentration wird zwischen Herbst und Frühjahr erreicht.
Mucor mucedo
Vorkommen vor allem in Gebäuden, besonders Kellern und Stallungen, jedoch auch in Wohnungen im Hausstaub. Bei hoher Luftfeuchte befällt er das Mauerwerk.
Verursacher akuter Pilzinfektionen, den sogenannten Mucor-Mykosen. Durch den Atmungs- oder Speisetrakt dringen die Pilzsporen in den Körper ein.
Botrytis cinerea
Erreger des Grauschimmels, sehr häufig auf Beeren- und Kernobst (v. a. Erdbeeren), Salat, Möhren, Sellerie und Kohl.
Geschätzt wird er vor allem als Verursacher der Edelfäule bei Weinbeeren zur Trockenbeeren-Auslese.
Er bildet watteartige bis flaumige Myzelüberzüge auf dem Substrat, deren Farbe sich von anfänglich weißlich zu grau (Name!) verändert.

Was leisten die gesetzlichen Krankenkassen?


Bei einer Tier-Allergie übernehmen die Krankenkassen oft die Kosten für

  • Allergie-Tests
  • Medikamente zur symptomatischen Therapie (nur in Einzelfällen)
  • Hyposensibilisierung als kausale Therapie zur Heilung / Besserung

 

Eine Hyposensibilisierung führt z.B. der HNO-Arzt durch.

Wir beraten Sie gern. Vereinbaren Sie einen Termin: (030) 787 51 58


(8/2019)