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  Die Grippe (Influenza) -
            Grippeschutz-Impfung
Mit dem Herbst kommt auch wieder die Erkältungszeit.
...und die Gefahr, sich an einer echten Grippe anzustecken.
 
Die Grippe ist eine ernst zu nehmende Erkrankung,
...die auch zum Tode führen kann?
 
Mit einer einfachen Impfung kann man sich ganz leicht davor schützen!
(Bitte anklicken!)
Die Grippe-Schutz-Impfung

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Thema Grippe:
Definition Übertragung Symptome Komplikationen Therapie Epidemien Die Viren
 
Was ist eine Grippe? (Definition)

Die Grippe (Influenza) ist eine akut auftretende fieberhafte, durch Viren hervorgerufene schwere Infektionserkrankung. Im Gegensatz zum grippalen Infekt (Erkältungskrankheit), handelt es sich hierbei um eine ernste Erkrankung, die häufig zum Tode führen kann.

Grippe tritt gehäuft in der typischen Grippesaison (von Dezember bis April) auf und ist sehr ansteckend.
Deshalb kommt es oft zu Grippe-Epidemien (stark gehäuftes Auftreten von Grippe in einem begrenzten Gebiet und zu einer bestimmten Zeit). Grenzüberschreitende Epidemien (Pandemien) sind alle 10-15 Jahre zu verzeichnen.

 
Wie wird die Grippe übertragen?

Sowohl Grippe- als auch Erkältungsviren werden durch Tröpfchen (Niesen, Husten, Sprechen, Küssen, Händegeben) übertragen.
In der kalten Jahreszeit haben es die Viren besonders leicht, da wir uns die meiste Zeit in geschlossenen Räumen dicht neben anderen Menschen aufhalten. Durch die trockene Heizungsluft sind Schleimhäute häufig gereizt. Daher reicht in der kalten Jahreszeit bereits ein kräftiges Niesen oder Husten vom Sitznachbarn in der U-Bahn oder im Bus aus, um sich anzustecken.

Die Viren besiedeln die Schleimhäute der oberen Luftwege. Es handelt sich um eine Oberflächeninfektion, da sich die Viren in den Zellen der Schleimhäute vermehren und diese danach zerstören. Sind Teile der Schleimhäute dann geschädigt, können sich Bakterien ansiedeln und zusätzliche schwere Infektionen hervorrufen (bakteriellle Superinfektionenen). Diese variieren bei den einzelnen Pandemien, z.B. 1919 Haemophilus influenzae oder 1957 Staphylokokken und Pneumokokken.

 
Woran erkenne ich eine Erkältung, woran eine Grippe?

Eine normale Erkältung, hervorgerufen z.B. durch Rhinoviren, Adenoviren, RS-Viren oder Parainfluenzaviren, kündigt sich in der Regel einige Tage vorher an:
Es kratzt im Hals, gelegentliches Niesen, leicht Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit.
Wenn Fieber überhaupt auftritt, dann steigt es langsam an bis höchstens 39 Grad Celsius.
Nach 10-14 Tagen ist eine erkältung meist abgeklungen.

Typisch für eine Grippe ist hingegen das Einsetzen schwerer Symptome nach einer kurzen Inkubationszeit von 1 bis 5 Tagen ohne Vorzeichen:

  • Plötzllich beginnende heftige Kopfschmerzen
  • ,
  • Schüttelfrost
  • Glieder- und Muskelschmerzen, nam fühlt sich schwer krank.
  • Fieber kann schnell bis auf 40 Grad Celsius ansteigen.
  • Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Bei Kleinkindern treten manchmal Magen-Darm-Probleme auf.
  • Die Stärke der Beschwerden hängt von der Bösartigkeit der Viren und von der Abwehrlage des Patienten ab. Die Krankheitsdauer beträgt 7 bis 14 Tage.
    Schwächegefühl und Appetitlosigkeit können jedoch über mehrere Wochen andauern.

    Die Unterscheidung zwischen Grippe und grippaler Infekt ist schwierig. Ohne entscheidenen Wert sind folgende mögliche Untersuchungen:
    Mit den HIRST-Test können Antikörper im Serum nachgewiesen und der Titeranstieg im Verlauf beobachtet werden.
    Auch die Anzucht der Viren aus Rachenspülflüssigkeit oder Nasensekret ist möglich.
    Blutbildveränderungen (anfangs Zunahme der weißen Blutkörperchen - Leukozytose, später eine Abnahme der weißen Blutkörperchen - Leukopenie).

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    Welchen Komplikationen können auftreten?

    In Folge einer Grippe kann es zu Komplikationen kommen wie z.B. Mittelohr-, Lungen- und Herzmuskelentzündung.
    Gerade die Lungenentzündung ist eine gefährliche und gefürchtete Nebenerscheinung bei älteren Menschen, die in vielen Fällen zum Tod führt. Auch Übergriffe auf das Zentralnervensystem mit einer lebensbedrohlichen Gehirnhautentzündung, sind möglich.

    Die Auswirkungen der Komplikationen hängen in starkem Maß vom Gesundheitszustand jedes Einzelnen ab. Alte Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege, z.B. chronische Bronchitis, oder des Herzens sind besonders gefährdet. Ateminsuffizienz und Pneumonien kommen gehäuft vor.
    Es wurden aber auch Epidemien beobachtet, die insbesondere bei jüngeren Menschen mit vielen Todesfällen einhergehen.

     
    Grippe-Schutz-Impfung

    Die Grippe-Schutz-Impfung

    Es gibt nun die einzigartige Möglichkeit, sich vor der "echten Grippe" und deren Folgen zu schützen.

    Die Grippe-Schutz-Impfung gewährleistet erwiesenermaßen den besten Schutz.
     
    Dabei wird dem Körper die Möglichkeit gegeben, sich mit dem Erreger bereits vor der Grippesaison auseianderzusetzten und Abwehrmaßnahmen, sprich Antikörper zu bilden, einzuleiten.
    Man muss aber berücksichtigen, dass es 2 bis 3 Wochen dauert, bis der Impfstoff seine Wirksamkeit entfaltet. Eine bereits akute Grippe kann mit einer Impfung nicht gestoppt werden. Also Vorbeugen ist besser!
    Mit der Impfung gelingt es, ca. 80 - 90% der Geimpften vor einer Erkrankung zu schützen oder aber zumindest einen milden, komplikationslosen Verlauf zu erreichen.
    Eine solche Grippe-Schtz-Impfung schützt allerdings nicht vor einem grippalen Infekt (Erkältung).

    Die Wirkung der Impfung hält ca. 1 Jahr an.
    Da die Virenstämme der Grippe sich ständig verändern, muss auch der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden. Deshalb ist es ratsam, sich jedes Jahr neu impfen zu lassen.


     
     
    Wer sollte sich unbedingt impfen lassen?
  • Menschen über 65 Jahren,

  • Menschen mit einer Immunschwäche (z.B. HIV-Infizierte),
  • Asthmatiker,

  • bei Stoffwechselserkrankungen (z.B. Diabetes mellitus),

  • bei chronischen Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen

  • Menschen, mit Publikumsverkehr (Schulen, Kaufhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, Gastronomie, Vertreter, Pflegepersonal) oder bei Zusammenleben auf engen Raum (Pflegeheime)
  • Auch gesunde Berufstätige profitieren von einer Impfung:
    Es wurde nachgewiesen, dass Atemwegserkrankungen bei geimpften Personen um 25% und Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen um 43% gesenkt werden können.

    Für eine Grippe-Schutz-Impfung brauchen Sie nichts zu bezahlen, da die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
     
    Impfen lassen können Sie sich beim HNO-Arzt!
    Wie ernst die Grippe in der Welt genommen wird, zeigt, dass die WHO seit 1946 ein internales Grippeüberwachungszentrum eingeführt hat. Schließlich oll sich so eine Epidemie, wie die "Spanische Grippe" nie wieder ereignen!.
    An der Überwachung nehmen 110 nationale Grippezentren in 83 verschiedenen Ländern sowie 4 internationale Referenzzentren teil: das Medical Reseach Centre in London (MRC, England), das Center for Disease Control in Atlanta (CDC, USA), die Commonwealth Serum Laboratories in Melbourne (CSL, Australien) und das National Institute of Infectious Diseases in Tokio (NIID, Japan.
    Das internationale Überwachungsprogramm hat den Zweck, die Grippezentren der einzelnen Länder dei der Überwachung der Epidemie zu unterstützen. Die Aufgaben dieser Zentren sind die Grippediagnostik, die Isolierung und Charakterisierung des Virus sowie der Austausch von Informationen und zweifelhaften Proben sowie die Entwicklung eines entsprechenden Impfstoffes.
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    Wie kann man die echte Grippe behandeln? (Therapie)

    Die Verhinderung einer Grippe kann mit einer Grippe-Schutz-Impfung gewährleistet werden.

    Ist die Grippe ausgebrochen, hilft nur abwarten und eine symptomatische Therapie, wie sie bei Erkältungskrankheiten üblch ist. Das bedeutet reichlich trinken, Bettruhe, Schlaf...
    Lesen Sie hier mehr darüber...

    Konnte eine Grippe nachgewiesen werden, was bei Epidemien gelingt, steht zur Therapie der Wirkstoff Amantadin (Symmetrel) zur Verfügung.

    Die Wirkstoffe Zanamivir (Relenza), Oseltamivir und GS4104 (Tamiflu) können nach Infektion mit einem Grippe-Virus inhaliert werden und verhindern die Ausbreitung des Virus im Körper und damit den Ausbruch der Grippe. Die Wirkstoffe hemmen das Enzym Neuramidase, welches notwendig ist, neu vermehrte Viren aus der Zelle freizusetzten. So werden andere Zellen nicht infiziert. Der Einsatz der Medikamente gestaltet sich als schwierig, da viele andere Infektionen ähnliche Symptome hervorrufen, die dann aber anders behandelt weden müssen. Auch eine Resistenzentwicklung gegenüber das Medikament ist möglich.

     
    Die Geschichte der Grippe - Epidemien

    Die Bezeichnung Grippe stammt aus dem Französischen und hat die Bedeutung von "Grille" oder "Laune". Sie ist wahrscheinlich auf das plötzliche, sprunghafte Auftreten der Erkrankung zurückzuführen.
    Der Begriff Influenza ist vom lateinischen "influere" abgeleitet und bedeutet "sich einschleichen", "einfliessen".

    Die erste schriftliche Quelle, welche eine Grippeepidemie erwähnt, ist ein Text von Hippokrates, in dem er über eine Hustenepidemie in Perinthus (Nordgriechenland) berichtet, in deren Folge Lungenentzündung und andere typische Symptome auftraten.

    Die erste dokumentierte Pandemie ereignete sich 1580. Seit dieser Zeit hat es weltweit 31 Pandemien gegeben.
    Thompson (1852) und Creighton (1891) gaben an, dass spätestens seit dem 16. Jahrhundert in jeden Jahrhundert 1 bis 2 Grippeepidemien aufgetreten sind.
    Eine der größten Grippewellen war die "Spanische Grippe" 1918/19. Diese Epidemie erhielt ihren Beinamen deshalb, weil die ersten registrierten Fälle in Spanien auftraten. Damals erkrankten während 4 Wellen, mit denen sich die Erkrankung weltweit verbreitete ca. 500 Millionen Menschen. Mehr als 20 Millionen (!) Menschen starben an dieser Grippe.

    Seither hat diese verheerende Epidemie das Interesse zahlreicher Forschungsgruppen erregt. 1931 konnte Richard Shope den für die Grippe verantwortlichen Erreger beim Schwein isolieren. 1933 konnte ein Grippevirus beim Menschen isoliert werden (Forschungsgruppe um W. Smith, C. H. Andrews, P. P. Laidlaw vom Mational Institute for Medical Research in London).

    Wissenswertes zum Influenzavirus
    Influenzaviren sind Orthomyxoviren, (orthos: richtig, myxo: Schleim), von denen drei verschiedene Typen existieren: Influenza-Virus A, Influenza-Virus B (Francis 1940), und Influenzavirus C (Taylor 1949). Der letzte Typ verursacht im Gegensatz zu den beiden erstern keine schweren Symptome.
    Die schwersten Symptome ruft das Virus A hervor. Diese Virustypen sind für die großen Pandemien unseres Jahrhunderts verantwortlich. Heute sind mehrere Subtypen des Influenza-Virus A bekannt, die nach der Herkunft ihres Hämagglutinins und ihrer Neuramidase klassifiziert werden. Derzeit sind 15 Serotypen von Hämagglutinin und 9 von Neuramidase bekannt. Beim Menschen kommt es noch regelmässig zu Infektionen mit 2 Untertypen: Typ A (H3N2), die 1968 aufgetreten sind (Hongkong-Grippe), und Typ A (H1N1), die 1977 (Rußland) erneut aufgetrten sind.
    Die nächste verheerende Pandemie, die sogenannte "asiatische Grippe" nahm 1957 ihren Ausgang von Asien. Hier verbreitete sich das Influenfavirus A (H2N2), das allein in den USA 70000 Menschenleben forderte.
    Ebenfalls ihren Ursprung in Asien hatte die "Hongkong-Grippe" (1968). Auch hier starben tausende Menschen (in den USA ca. 34000). Die Hongkong-Grippe forderte allein in Deutschland (West) ca. 6000 Tote, wohingegen in "normalen" Grippezeiten etwa 1000 Patienten versterben. Verantwortlich war das Virus A (H3N2).

    Die letzten größeren Pandemien wurden 1989 in Großbritanien und Frankreich beobachtet.

    1995/96 registrierten deutsche Ärzte ca. 8 Millionen Menschen, die wegen einer Grippeinfektion behandelt wurden, sowie mehrere tausend Todesfälle.

    1997 brach in Hongkong die sogenannte "Hühner-Grippe" aus: ein neues Influenza-Virus A (H5N1) wurde von Hühnern auf den Menschen übertragen. In kürzester Zeit starben 6 Menschen an der Grippe. Nur durch eine Massenschlachtung aller Hühner in Hongkong konnte Schlimmeres verhindert werden.

     
    Woher kommen die Grippeviren?

    Das Auftreten von Pandemien ist auf Besonderheiten der Influenzaviren zurückzuführen: Sie können bevorzugt in Geflügel (Hühner und Enten) aber auch Schweinen überleden, ohne allerdings eine Erkrankung der Tiere hervorzurufen. Gerade in asiatischen Ländern, wo Mensch und Tier häufig sehr eng zusammenleben, können die Viren sehr leicht auf den Menschen übergreifen.

    Die Grippe wird durch Influenza-Viren der Typen A, B und C hervorgerufen.
    Viren des Typs A zeigen besonders häufig Veränderungen ihrer Antigenstruktur, die in erster Linie auf Veränderungen zweier Eiweiße (Hämaglutinin und Neuramidase), die sich in der Hülle des Virus befinden, hervorgerufen werden. Sie sind für das Auftreten von Epi- bzw. Pandemien verantwortlich. Viren der Typen B und C führen eher zu einzelnen Erkrankungen.
    Treten Antigenvarianten der Viren vom Typ A auf, besteht keine Immunität in der Bevölkerung durch früher durchgemachte Grippeerkrankungen. Umso wichtiger sind Schutzimpfungen!

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