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Wasser ist lebensnotwendig - aber wieviel sollte man trinken?


Ein Erwachsener verliert im Laufe eines Tages zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Im Sommer, an heißen Tagen, kann er diese Menge schon innerhalb einer Stunde ausschwitzen. Diese verlorene Flüssigkeitesmenge muß ausgeglichen werden.
Das bedeutet, er sollte täglich 1,5 bis 2 Liter trinken. Bei Hitze und schweißtreibendem Sport kann diese Menge durchaus verdoppelt werden.

Warum brauchen wir Flüssigkeit?
Flüssigkeit ist wichtig für den menschlichen Körper: Blut transportiert Nährstoffe an die Stellen, wo sie gebraucht werden. Durch Urin werden Schadstoffe und Stoffwechselabfälle nach außen transportiert. Schweiß verdunstet an der Hautoberfläche und kühlt dadurch die Haut bei Hitze. So wird die Körpertemperatur bei 37 Grad gehalten. Flüssigkeit geht verloren durch Atem, Schweiß und Toilettengänge.
Leider besitzt der Mensch keine Wasserspeicher, sodass er die Defizite ständig auffüllen muß. Geschieht das nicht, holt sich der Körper die Flüssigkeit, die er für die Stoffwechselprozesse braucht, aus dem Blut. Dieses wird dann dickflüssig und das Herz muss stärker arbeiten um es durch die Adern zu pumpen. Zu wenig Wasser kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, allgemeiner Schwäche und Kreislaustörungen führen. Die Produktion von Speichel (Mundtrockenheit!) und Harn geht zurück. Besonders ältere Menschen klagen oft über Trockenheit von Haut und Schleimhäuten.

Wie deckt man normalerweise den Flüssigkeitsdedarf?
Obst, z.B. Kirschen enthalten viel Flüssigkeit
Etwa einen Liter Wasser nehmen wir mit dem Essen auf. Je mehr Obst, Gemüse und Milchprodukte wir verzehren, um so besser ist die Flüssigkeitsbilanz.

Aus dem Stoffwechsel entstehen weitere 0,3 Liter. Sie werden durch die Verbrennung von Nährstoffen gebildet.

Doch die weiteren 1,5 bis 2 Liter müssen wir Schluck für Schluck trinken!

Trinken wir zu wenig?
Oft trinken die Menschen viel zu wenig:
Kleinkinder benötigen wegen ihrer vergleichsweise großen Hautoberfläche viel Flüssigkeit. Aber oft vergessen sie einfach etwas zu trinken. Zu Mahlzeiten sollten Getränke angeboten werden!
Erwachsene sollten auch immer mal zwischendurch trinken. Ein Glas Wasser am Arbeitsplatz kann die Konzentrations- Merk- und Leistungsfähigkeit steigern.
Häufig trinken ältere Menschen zu wenig, weil bei ihnen das Durstgefühl nachgelassen hat. Im Vergleich zu Jüngeren brauchen die über 50-jährigen meist wesentlich mehr Flüssigkeit, weil ihre Nierenleistung schwächer wird. Die Niere kann dann weniger Wasser durch Bildung eines hochkonzentrierten Urins einsparen. Wird ausreichend getrunken, können sich auch Mangelsymptome wie Verwirrtheit und Verstopfung bessern.

Soviel sollten Sie täglich trinken
  • Säuglinge brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit, wenn sie voll gestillt werden oder Flaschennahrung bekommen. Ausnahme: Hitze, Fieber, Durchfälle. Erhält ein Baby auch feste Nahrung, sollte es täglich rund 0,4 Liter Flüssigkeit dazu bekommen.

  • Kleinkinder ca. 1 Liter pro Tag

  • Kinder ab 4 Jahre ca. 1,1 Liter
  • Jugendliche und Erwachsene mindestens 1,5 Liter: Bei heißen Temperaturen ein Drittel mehr.

  • Menschen ab 50 Jahren: 1,5 bis 2 Liter
  • Was ist mit den Mineralstoffen?
    Beim Schwitzen verliert man nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe wie Natrium.
    Mit dem Essen kehren diese Stoffe automatisch wieder in den Körper zurück.
    Es ist daher oft unnötig, ergänzende Mineralstoffpräparate zu essen.
    Die im Alltag aufgenommene Nahrung mit ihren Mineralstoffen ist normalerweise ausreichend.
    Ausnahmen bestehen bei kosumierenden Krankheiten, wie z.B. Krebs. Auch Infektionen und Erkältungen profitieren von einer zusätzlichen Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen.

    Was sollte man trinken? Hier einige Tipps:
  • Leitungs- oder Mineralwasser: Es enthält keine Kalorien und löscht den Durst.
  • Schorle: Mineralwasser, gemischt mit einem Drittel Fruchtsaft, z.B. Apfel- oder Orangensaft. Die Schorle liefert mit dem Fruchtzucker gleichzeitig zusätzliche Energie.
  • Kräutertee: Löschen den Durst, haben Geschmack und keine Kalorien. Eine Mischung mit Fruchtsäften verfeinert den Geschmack.
    Eistee: schwarzer Tee, Zitronensaft, Eiswürfel und etwas Zucken mischen.
  • Brühe: Bei extremen Temperaturen können fettarme Fleisch- und Gemüsebrühen Mineralstoffverlusten vorbeugen.
  • Eiskalte Getränke: sollten gemieden werden. Der Körper verbraucht sehr viel Energie, um sie auf eine akzeptable Temperatur zu bringen, außerdem kommt es zu Magenverstimmungen.
  • Purer Fruchtsaft, Fruchtsaftgetränke und Limonade sind auf die Dauer wegen ihrer vielen Kalorien weniger geeignet.
  • Wasserreiches Obst und Gemüse: Kirschen, Melonen, Gurken, Paprika, Weintrauben und Tomaten sind gute Durstlöscher. Sie liefern auch Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.
  • Eistee: Das industriell abgefüllte Getränk unterscheidet sich im Gehalt an Kalorien und Zusatzstoffen wie Aromen oft nicht von zuckerhaltigen Limonaden.
  • Alkohol: empfiehlt sich nicht als Durstlöscher (Bier, Alsterwasser, Weinschorle).
  • Kaffee und Tee gegen Durst?
    Kaffee enthält Koffein, schwarzer Tee enthält Teein.
    Beide Stoffe besitzen eine leicht anregenden Wirkung. Doch diese Stoffe wirken gleichzeitig entwässernd. Man muß häufiger Wasser lassen.
    So wird oft gesagt: Das Trinken von Kaffee muß aus den täglichen 2 Litern Trinkmenge herausgerechnet werden.
    Die diuretische Wirkung ist aber so gering, daß der Körper sich innerhalb kurzer Zeit entsprechend umstellt. Es schadet also nichts, wenn man den Durst mit größeren Mengen Eistee oder Eiskaffee löscht.
    Übrigens: Etwa 4 bis 6 Tassen Kaffee oder 1 Liter Tee sind über den Tag verteilt für den Gesunden in Ordnung.
    Leitungswasser als Durstlöscher?
    In Deutschland gelten so strenge Kriterien für Trinkwasser, dass der Mensch literweise davon schlucken könnte, ohne gesundheitliche Bedenken.
    Selbst wenn in manchen Regionen Dünger und Gülle die Nitratwerte im Grundwasser ansteigen lassen, müssen die Wasserwerke dieses bis zur guten Trinkwasserqualität aufarbeiten.
    Können trotzden Schadstoffe nachgewiesen werden, liegt das meist nicht am Wasserwerk, sondern an der Hausinstalation. So können Rohre in Altbauten Blei und Leitungen in Neubauten Kupfer absondern. Hier ist es ratsam, das Wasser eine Minute laufen zu lassen bevor es getrunken wird.
    Es gibt keinen gesundheitlichen Grund, Mineralwasser aus Flaschen statt Wasser aus dem Hahn zu trinken.
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