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Neugeborenen-Hörscreening - im Interesse Ihres Kindes -

Was ist das Neugeborenen-Hörscreening?

Beim Neugeborenen-Hörscreening wird Hörfähigkeit Ihres Babys überprüft.
Es wird die Frage beantwortet: Kann Ihr Kind hören, ist es schwerhörig oder gar taub?

Warum ist ein Hörscreening wichtig?

Ohne Hören - kein Sprechen!
Normales Hörvermögen ab den ersten Lebensmonaten ist eine grundlegende Voraussetzung für eine normale Sprachentwicklung.
Kann ein Kind nicht hören, lernt es auch nicht sprechen!
Folglich ist Hören wichtig für die ungestörte emotionale und psychosoziale Entwicklung von Kindern.

1 - 2 Taubheiten auf 1000 Geburten!

Eine angeborene beidseitige Hörstörung tritt in einer Häufigkeit von 1-2 : 1000 Lebendgeburten auf.
Dies bedeutet, dass in Bayern ca. 120 bis 240 Kinder jährlich mit einem Hörverlust von >40 dB geboren werden. Es ist somit die häufigste angeborene Störung überhaupt.

Heute wird die Diagnose einer Gehörlosigkeit im Mittel erst im Alter von 16,4 Monaten, die einer Schwerhörigkeit mit einem mittleren Alter von 31,4 Monaten gestellt.
Dieser Zeitpunkt ist für eine optimale therapeutische Versorgung zu spät, um Beeinträchtigungen von Sprachentwicklung, kognitiven Fähigkeiten und sozialer Integration zu verhindern.
Wichtige Zeiträume der Sprachentwicklung sind unwiederbringlich verstrichen.
Durch ein generelles Neugeborenen-Screening kann das durchschnittliche Erfassungsalter auf ca. 6-8 Monate gesenkt werden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Taubheit und Gehörlosigkeit...

Höruntersuchung bei einem Baby
Wie erfolgt ein Hörscreening?

Das Hörscreening ist einfach und schmerzlos.

Dabei werden die otoakustischen Emissionen (OAE) im Ohr gemessen. Das Vorhandensein der OAE gibt Auskunft darüber, ob das Innenohr funktionstüchtig und somit ein Hören möglich ist.

Bei der Untersuchung wird ein kleines Stöpselchen in der Gehörgang gesteckt, über dem die Messung erfolgt.
Das Kind nimmt dabei nur ein mittellautes knatterndes Geräusch wahr.
Wenn alles klappt, dauert die eigentliche Messung nur wenige Sekunden.

Funktioniert die Messung nicht gleich bein ersten Mal, z.B. wenn das Kind sehr unruhig ist, kann sie jederzeit wiederholt werden.

Gerät zur Messung otoakustischer Emissionen (OAE)
...und wenn keine OAE nachweisbar sind?

Besteht der Verdacht, dass eine Schwerhörigkeit vorliegt, erfolgen speziellere Untersuchungen z.B. die BERA (Messung der Hirnströme beim Hören)
Bestätigt sich eine Schwerhörigkeit, sollte sofort eine Behandlung erfolgen:
Meist wird dann ein Hörgerät speziell für Kleinkinder angepasst.
Ist das Kind taub, hat man oft die Möglichkeit einer Versorgung mit einer künstlichen Hörschnecke, dem Cochlear Implant (CI).

 
Wo kann man Hörscreening durchführen lassen?

Ein Neugeborenen-Hörscreening können Sie in unserer HNO-Praxis durchführen lassen.
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Ein Hörscreening sollten Sie möglichst innerhalb des ersten 1/2 Jahres nach der Geburt duchführen lassen. Aber auch danach und bei Hör-Auffälligkeiten des Kindes ist das ratsam.

Auch wenn die Messung der OAE einfach und schmerzfrei ist, gilt es einige Voraussetzungen zu erfüllen:
Das Kind muss möglichst ruhig sein. Es sollte z.B. gerade gegessen haben, gestillt werden, oder schlafen.
Für Babys ist die Untersuchung etwas Neues und Ungewohntes. Sie müssen sich erst daran gewöhnen. Viele Bewegungen, Weinen oder Schreien führt zu Fehlmessungen. Klappt die Untersuchung beim ersten Mal nicht, sollte sie an einem anderen Tag wiederholt werden. Das ist für Sie zwar etwas zeitaufwendig, aber im Interesse Ihres Kindes lohnend!

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